Mendener Elle soll 224 cm lang gewesen sein
Neue Erkenntnisse: Detlef Albrecht bittet Mendener Bürger weiterhin um Unterstützung
Menden, (wp) Dass die Suche nach der Mendener Elle nicht einfach wird, war im Vorfeld schon klar, aber es sind doch schon einige Hinweise und Anregungen von Mendener Bürgern eingegangen. Auch ein erstes Foto der Mendener Elle wurde von Manfred Biermann zur Verfügung gestellt und zeigt die Elle am alten Platz neben dem heutigen Ge-schichtsbrunnen im Winter. In den Erinnerungen der Mendener Bürgern stellte sich heraus, dass der steile Abgang mit Elle für Kinder ein beliebter Ort zum Herunterrutschen war, besonders im Winter. Eine kleine Herausforderung sind die Maße der Elle, die Länge der Eisenschiene soll 224 cm gewesen sein, aber bei der Breite variieren die Angaben von 2cm bis 3cm.
Das ist aber noch nicht alles, die Kurkölnischen Ellenmaße waren in den vorangegangenen Jahrhunderten unterschiedlich. Einige Hinweise sprechen auch von zwei Ellenmaßen, die auf dem flachen Eisen angebracht waren. Einmal das Kurkölnische Maß (die Frage ist: welches?) und die Preußische Elle als Kerben. Initiator Detlef Albrecht bittet nochmals die Mendener, in ihren Fotoalben und Unterlagen nachzusehen und bei der Suche mitzuhelfen. Die Informationen können online unter DetAlbrecht@online.de, ® 02373-7608441. oder persönlich vormittags in der Stadtinformation bei Herrn Albrecht abgegeben werden.
Westfalenpost 15.12.2011
Rat rehabilitiert Opfer der Hexenverfolgung
Aber öffentliche Würdigung noch unklar
Menden, (mk) Es ging bei diesem Tagesordnungspunkt tatsächlich um Leben und Tod. Doch abgehandelt wurde er am Dienstag in Sekundenschnelle vor der großen Spardebatte: Einstimmig hat der Stadtrat die als Hexen verfolgten Menschen rehabilitiert, indem er offiziell die Gewalttaten im Zuge der Hexenprozesse im 17. Jahrhundert verurteilte. Er beschloss die „öffentliche sozial-ethische Rehabilitation aller Opfer posthum".
In der Sache waren die Initiatoren, Detlef Albrecht und Heinz Hammerschmidt, damit erfolgreich. Sie hatten im September einen entsprechenden Bürgerantrag eingereicht, der danach auch im Kulturaus-schuss diskutiert worden war. Doch würdevoll erschien ihnen der Rehabilitationsakt im Rat nicht. So ging es auch GAL-Ratsmitglied Andreas Salmen, der am Ende der Ratssitzung etwas verwundert fragte, ob dies denn alles gewesen sein sollte, um die zu Unrecht Verfolgten zu würdigen. Jetzt soll sich der Kulturausschuss noch einmal damit befassen, wie der verfolgten angeblichen Hexen und Zauberer würdig gedacht werden kann.
Altstadt ra l lye am Teufelsturm
Fragen zur Stadtgeschichte beantworten
menden. (wp) Wenn sich am Samstag, 6. November, wieder viele Mendener zur 2. Altstadtrallye auf den Weg machen, um in einem halbstündigen Exkurs Stadtgeschichte zu erleben und dabei einige knifflige Fragen zu beantworten, dann ist die fast 670 Jahre alte Stadtbefestigung Teufelsturm mit dabei.
Zuerst war der Teufelsturm Wehrturm in der Stadtbefestigung, danach Gefängnis für die Hexen und Zauberer im Amt Menden. Später, nach Ab-riss,der Stadtmauer ab 1795 und dem Anbau des Fachwerkhauses, wurde er Wohnturm für Mendener Familien und ist heute Westfälisches Karnevalsmuseum sowie Vereinsheim der Kornblumenblauen Mendener Karnevalis-ten. Es lohnt sich also, mal einen Blick hineinzuwerfen und an der 2. Altstadtrallye aktiv teilzunehmen. Wer noch ein wenig Plattdeutsch kann, ist bei der Lösung der Frage im Teufelsturm, klar im Vorteil, da sind wohl in erster Linie Oma und Opa gefragt. Aber auch für die jüngere Generation ist es keine unlösbare Aufgabe. Für die Fragen zur Turmgeschichte und dem Westfälischen Karneval steht Detlef Albrecht als Museumsführer im Karnevalsmuseum 'bereit.
In der gemütlichen Vereinskneipe können sich dann auch ermüdete Teilnehmer ausruhen und bei kalten Getränken sowie kleinen Knabbereien einen gemütlichen Plausch halten, bevor es zu den nächsten Stationen, wie der Fachwerkgalerie Max, dem Poeni-geturm und dem Stadtarchiv geht. Mitmachen lohnt sich, denn es gibt wieder viele Preise zu gewinnen. Beginn der Veranstaltung ist ab 10 Uhr bis 14 Uhr vor dem. Alten Rathaus, mit anschließender Gewinnverlosung.
Bildunterschrift: Der Teufelsturm, hierauf einem historischen Foto, ist eine Station der Altstadtrallye. Foto: privat
Opfer des Hexenwahns rehabilitieren
Heinz Hammerschmidt und Detlef Albrecht wollen eine Ratsentscheidung
menden. (wp) Der Mendener Heimatforscher und ehemalige Bodendenkmalpfleger Heinz Hammerschmidt sowie der Autorund Museumsführer im Westfälischen Karnevalsmuseum im Teufelsturm in Menden, Detlef Albrecht, bemühen sich um die vollständige Rehabilitation der in Menden unschuldig zu Tode gekommenen vermeintlichen Hexen und Zauberer. Der Stadtrat soll einen entsprechenden Beschluss fassen.
Auch im Bereich der heutigen Stadt Menden wurden im Rahmen der so genannten Hexengerichtsbarkeit, an der auch der damalige Rat der Stadt Menden in maßgeblicher Funktion beteiligt war, viele Frauen, Männer und selbst Kinder unschuldig zum Tode verurteilt und hingerichtet. Sie wurden zugleich auch gesellschaftlich ausgegrenzt und verloren ihr Hab und Gut. Viele Verhörprotokolle können heute noch im Archiv des Pfarrbüros Sankt Vincenz, Pastoratstraße 18, in Menden eingesehen werden.
Mit ihrem Antrag an den gesamten Rat der Stadt Menden soll eine öffentliche Rehabilitation posthum ihrer vollständigen gesellschaftlichen Wiedereingliederung im Sinne der Menschenwürde, der Menschenrechte und Humanität, der Wiederherstellung ihrer individuellen Ehre sowie dem dauerhaften Gedenken an diese unschuldigen Opfer dienen. Auch im Namen der noch le-
benden Nachfahren, wie Ursula Helmig aus Meschede, deren Vorfahre Franz Hell-mich aus Oesbern im Jahre 1628 als Zauberer verurteilt und verbrannt wurde.
Dass sich die Stadt Menden zu ihrer Vergangenheit bekennt, steht außer Frage, wie man an der Benennung der Stadtbücherei Menden in Dor-te-Hilleke-Bücherei, einer 1631 der Hexerei angeklagten Frau, die sich auch nicht unter der Folter als Hexe bekannte, erkennt. Auch an der Ge-schichtssäule werden die Ereignisse als Relief dargestellt, und der ehemalige Sauerländische Polizeichor Menden, heute Soundmix Menden, erarbeitet gerade ein Musical mit dem Arbeitstitel „Die Hexen von Menden", das 2012 im Herbst uraufgeführt wird.
Viele Städte und Gemeinden haben diesbezüglich eine Erklärung abgegeben und dieses Unrecht an ihren Mitmenschen und Bürgern erkannt und einen einstimmigen Ratsbeschluss zur Rehabilitierung gefasst.
Am Dienstag, 18. Oktober, um 17 Uhr wird dieses Thema öffentlich im Ratssaal der Stadt Menden behandelt.
Die Antragsteller hoffen nun, dass viele interessierte Bürger an dieser öffentlichen Sitzung teilnehmen und damit ihre Anteilnahme am Schicksal der zu Unrecht als Hexen und Zauberer verurteilten und hingerichteten Mendener Bürger zeigen.
Mendener stellen Antrag auf sozialethische Rehabilitation der Hexen und Zauberer von Menden im Rat
Der Mendener Heimatforscher und ehemalige Bodendenkmalpfleger Heinz Hammerschmidt sowie der Autor und Museumsführer im Westfälischen Karnevalsmuseum im Teufelsturm in Menden, Detlef Albrecht bemühen sich um die vollständige Rehabilitation der in Menden unschuldig zu Tode gekommenen Hexen und Zauberer. Auch im Bereich der heutigen Stadt Menden wurden im Rahmen der so genannten Hexengerichtsbarkeit, an der auch der damalige Rat der Stadt Menden in maßgeblicher Funktion beteiligt war, viele Frauen, Männer und selbst Kinder, unschuldig zum Tode verurteilt und hingerichtet. Sie wurden zugleich auch gesellschaftlich ausgegrenzt, und verloren ihr Hab und Gut. Viele Verhörprotokolle können heute noch im Archiv des Pfarrbüro Sankt Vincenz, Pastoratstraße 18 in Menden eingesehen werden. Mit ihrem Antrag an den gesamten Rat der Stadt Menden, soll eine öffentliche Rehabilitation posthum ihre vollständige gesellschaftlichen Wiedereingliederung im Sinne der Menschenwürde, der Menschenrechte und Humanität, der Wiederherstellung ihrer individuellen Ehre sowie dem dauerhaften Gedenken an diese unschuldigen Opfer dienen. Auch im Namen der noch lebenden Nachfahren, wie Frau Ursula Helmig aus Meschede, deren Vorfahre Franz Hellmich aus Oesbern im Jahre 1628 als Zauberer verurteilt und verbrannt wurde. Das sich die Stadt Menden zu ihrer Hexenvergangenheit bekennt, steht außer Frage, wie man an der Benennung der Stadtbücherei Menden in Dorte-Hilleke-Bücherei, einer 1631 der Hexerei angeklagten Frau, die sich auch nicht unter der Folter als Hexe bekannte, erkennt. Auch an der Geschichtssäule werden die Ereignisse als Relief dargestellt, und der ehemalige Sauerländische Polizeichor Menden, heute Soundmix Menden erarbeitet gerade ein Musical mit dem Arbeitstitel „Die Hexen von Menden“, was 2012 im Herbst uraufgeführt wird. Stellen wir uns doch einmal selbst die Frage „Was wäre, wenn Wir an Stelle der Opfer gewesen wären, und unschuldig verurteilt und hingerichtet würden?“. Viele Städte und Gemeinden haben diesbezüglich eine Erklärung abgegeben und dieses Unrecht an ihren Mitmenschen und Bürgern erkannt, und einen einstimmigen Ratsbeschluss zur Rehabilitierung gefasst. Am Dienstag dem 18.Oktober um 17:00 Uhr wird dieses Thema öffentlich im Ratssaal der Stadt Menden behandelt. Es ist zu hoffen, dass viele interessierte Bürger an dieser öffentlichen Sitzung teilnehmen, und damit ihre Anteilnahme am Schicksal der zu Unrecht als Hexen und Zauberer verurteilten und hingerichteten Mendener Bürger zeigen. Bereits am Montag wird ein Team von WDR 5 zu diesem Thema einen halbstündigen Beitrag produzieren, der im Herbst ausgestrahlt wird.
Politpromis beim 11. CSD in Iserlohn
Iserlohn: Schillerplatz | Wie schon im letztem Jahr war auch diesmal wieder viel Politprominenz aus dem Märkischen Kreis und NRW dabei. Als Dauergast Dagmar Freitag (MdB), Michael Scheffler (MdL), Volker Fleige (Bürgermeister Stadt Menden) und einmalig die Vizepräsidentin des Landtages NRW Angela Freimuth (FDP). Natürlich habe ich die Gelegenheit genutzt und mit der Landtagspräsidentin ein Foto zu schießen und ein gutes Gespräch in eigener Sache zu führen. Aber neben den üblichen überlangen Grußworten aller Promis, war es auch bis zu 29 Grad warm, und das nicht nur wettermäßig. Menschen aller Colour versammelten sich auf dem Schillerplatz und feierten ein Fest mit viel Musik und großem Mutterwitz. Es war für alle Altersgruppen und Interessenten etwas dabei, was man an den Bilder erkennen kann. Als Lokalpatriot aus Menden, sei an dieser Stelle die Tanzgruppe der Mendener Karnevalsgesellschaft mit ihren Showtänzen erwähnt und zur Versorgung der durstigen Kehlen die Firma Getränke Kleinert, die seit Jahren den CSD unterstützt.
Westfalenpost 08.12.2010
Rodenburg im Poenigeturm?
Modell soll kein Nischen dasein mehr fristen / Ritter-Goswin-Kinderbuch ist in Arbeit
menden, (cece) Da haben Menschen zueinander gefunden, die geeint sind durch ihre Liebe zur Geschichte der Stadt Men-den. Im Mittelpunkt dabei: die Rodenburg und Ritter Goswin.
Heimatforscher Heinz Hammerschmidt hat über Jahrzehnte hinweg intensiv geforscht. Geht jetzt ein sehnlicher Wunsch in Erfüllung? Sein Modell der Rodenburg -„Die Erkenntnisse sind größtenteils abgesichert" - könnte im Poenige-Turm • dauerhaft eine Heimat finden. Bislang fristet es im hinteren Bereich der Rathaus-Sitzungssäle eher ein Nischendasein. Im ehemaligen Stadtturm, der gerade von der Stiftung Kultur renoviert wird, könnte es später als Dauerleihgabe ebenfalls öffentlich zugänglich sein.
Stark machen sich für einen Ortswechsel zu einem geschichtsträchtigen Ort Detlef Albrecht und Margit Hübner. Albrecht ist Verfasser eines Buches zur Westfälischen Geschichte und arbeitet derzeit an einem Ritter-Goswin-Kinderbuch. Hübner sorgt für die Illustrationen. Beide sind angetan von Hammerschmidts akribischer Forschung. Der 88-jährige Hammerschmidt - einst Beauftragter für Bodendenkmalpflege in Menden- gab sich auch jüngst beim Pressetermin mit der WP überaus bescheiden: „Es geht ja nicht um mich. Es wäre aber schön, wenn mein Rodenburg-Modell einen Platz erhält, der besser frequentiert ist."
Bildunterschrift: Heinz Hammerschmidt und seine Rodenburg: Vielleicht ist das Schmuckstück bald im Poenige-Turm zu sehen. Dafür stark machen sich Detlef Albrecht und Margit Hübner. WP-Foto: Martina Dinslage




















